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Wonnemonat auch für Biene, Wespe & Co.

Bunte Maiwiesen mit ihrer tollen Blütenpracht und Bienengesumm lösen nicht bei allen Menschen Entzücken aus, denn wer an einer Insektengift-Allergie leidet (Überempfindlichkeit des Immunsystems auf Bienen- oder Wespengift) muss sich besonders in Acht nehmen. Ein Insektenstich setzt Botenstoffe frei, die innerhalb von Sekunden zu Juckreiz an Handflächen oder Fußsohlen führen können. Weitere Alarmsignale für einen allergischen (anaphylaktischen) Schock sind großflächige, juckende Schwellungen und Rötungen der Haut, Schweißausbrüche, Schwindel, Übelkeit, Herzjagen und Atemnot. Ein Allergieschock kann mit raschem Blutdruckabfall und Bewusstlosigkeit einhergehen und ohne sofortige ärztliche Behandlung tödlich enden.

Wichtige Immuntherapie
Aus diesem Grund müssen betroffene Allergiker stets Notfallmedikamente (rezeptpflichtig) bei sich tragen, deren Anwendung ihnen der Facharzt erklärt. Das sind Antihistaminika mit schneller Wirkung, Cortisonpräparate und eine Adrenalinspritze zur Selbstinjektion. Leider lässt sich ein Kontakt mit Bienen und Wespen ja nicht völlig vermeiden. Wirksame Hilfe bietet aber eine Therapie, bei der der Allergologe über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren in zunehmender, verträglicher Dosierung, Insektengiftallergene in den Oberarm injiziert, um das Immunsystem langfristig unempfindlich zu machen.

Darauf sollten Sie achten:
  • Immer das Notfallset parat haben.
  • Nähe zu Bienen und Wespen möglichst meiden, keine raschen Bewegungen.
  • Vorsicht bei Gartenarbeiten! So vollständig wie möglich den Körper bedecken (lange Ärmel, lange Hosen, Hut).
  • Anliegende Kleidung aus einfarbig-hellen Stoffen tragen.
  • Kein Parfüm, Haarspray oder andere stark duftende Pflegeprodukte benutzen.
  • Beim Essen im Freien keine Süßigkeiten oder Fleischreste offen liegen lassen.
  • Nicht ohne Schuhe laufen.
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