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Süßer Überträger

Wenn dieser Tage der Keller oder Schuppen aufgeräumt werden soll, sind vor allem die Bewohner in Südwestdeutschland gut beraten, sich mit einem Mundschutz und Einweghandschuhen aus der Apotheke zu wappnen. Denn jährlich erkranken etwa 500 Menschen in Deutschland an einem Hantavirus, wobei Baden-Württemberg als eines der Hauptgebiete für eine Ansteckung gilt. Die Symptome ähneln denen einer Grippe, aber darüber hinaus kann das Virus schlimmstenfalls die Nieren schädigen.

Die Überträger dieses heimtückischen Krankheitserregers sind vorwiegend Mäuse, und hier vor allem die Rötelmaus. Ihre Bestände sind im Frühling dieses Jahres stark angestiegen, nachdem sich die kleinen Nager an den sehr reichlich vorhandenen Bucheckern des vergangenen Herbsts satt fressen und dadurch den Winter sehr gut überstehen und sich dann im Frühling reichlich vermehren konnten. Das Virus wird mit ihrem Kot ausgeschieden. Wird dieser in Form von Staub eingeatmet, gelangt er in den Körper, und es kommt zu einer Infektion. Und da Keller und Schuppen sehr gerne von Rötelmäusen aufgesucht werden, ist die Infektionsgefahr hier besonders hoch.

Über ein Blutbild kann der Arzt schnell feststellen, ob ein Infekt mit dem meldepflichtigen Hantavirus vorliegt, oder ob es sich tatsächlich „nur“ um eine Grippe handelt. Mit dem eingangs erwähnten Schutz aus der Apotheke lässt sich jedoch gut vorbeugen.

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